Von einer Tasse auf eine ganze Kanne umrechnen
Rechne zuerst die Blattmenge auf das Wasser um. Danach prüfst du, wie die größere Kanne Einfüllen, Wärme und Ausgießen verändert.

Mit Wasser rechnen, nicht mit Gästen
Vier Personen brauchen nicht automatisch vier gleiche Teeportionen. Manche trinken aus kleinen Tassen, andere aus großen Bechern; vielleicht wird später nachgeschenkt. Entscheide deshalb zuerst, wie viel Wasser in die erste Kanne soll, und miss ihr bequem nutzbares Volumen. Ein vertrautes Rezept liefert das Ausgangsverhältnis. Passen bei dir 3 Gramm zu 250 Millilitern, sind 12 Gramm für einen Liter ein klarer erster Versuch, keine Garantie für jede Sorte.
Wiege die größere Portion ab, statt ungleich gehäufte Löffel zu vervielfachen. Die Blätter brauchen Platz zum Entfalten. Ein Filter für eine Tasse kann mit der vierfachen Menge schnell überfüllt sein. Verwende dann ein geeigneteres Sieb oder bereite zwei kleinere Portionen zu, statt den Tee fest zusammenzudrücken.
Die Ziehzeit nicht mitvervielfachen
Mehr Wasser und entsprechend mehr Blatt bedeuten nicht, dass eine Kanne für vier Tassen viermal so lange ziehen muss. Beginne mit der vertrauten Kontaktzeit und beobachte den Geschmack. Das größere Gefäß hält Wärme anders und braucht meist länger zum Befüllen und Leeren. Stelle Tassen oder Servierkanne vorher bereit, damit der fertige Aufguss nicht während des Tischdeckens weiterzieht.
Bleiben die Blätter in der Kanne, während sich alle nach und nach bedienen, kann die letzte Tasse deutlich kräftiger sein. Nimm das Sieb rechtzeitig heraus oder fülle den ganzen Aufguss in ein geeignetes sauberes Serviergefäß um. Ein eingebauter Filter hält Blätter beim Einschenken zurück, beendet aber nicht den Kontakt mit dem Wasser.
Eine zweite Kanne darf frisch entstehen
Oft ist eine vernünftige erste Menge mit späterem frischem Nachschub angenehmer als eine riesige Kanne, die lange herumsteht. Sage den Gästen, ob der Tee fertig ist und wohin ein herausnehmbarer Filter gehört. Bei gewöhnlichen Kräuter- und Fruchtmischungen gelten auch für größere Mengen kochendes Wasser und Mindestziehzeit. Notiere anschließend mögliche kleine Mengenänderungen für diese Kanne. Das größere Rezept darf vom einzelnen Becher abweichen, denn die Gefäße verhalten sich nicht völlig gleich.