Mehrere Tassen gleichmäßig einschenken
Der zuerst und zuletzt ausgegossene Tee kann unterschiedlich kräftig sein. Eine Servierkanne hilft, den fertigen Aufguss gleichmäßig zu verteilen.

Eine Kanne, verschiedene Eindrücke
Füllst du eine Tasse vollständig, bevor die nächste an die Reihe kommt, erhält die erste Person den frühesten Anteil. Die übrige Flüssigkeit bleibt länger bei den Blättern; außerdem muss die Stärke in der Kanne nicht vollkommen gleichmäßig sein. Besonders bei konzentrierten kleinen Aufgüssen kann das auffallen. Eine Gruppe beurteilt dann scheinbar denselben Tee unterschiedlich, obwohl die Tassen nicht ganz dasselbe enthalten.
Am einfachsten lässt sich der fertige Aufguss zunächst vollständig in eine saubere Servierkanne gießen. Dort vermischt er sich ohne weiteren Blattkontakt. Die Kanne muss alles aufnehmen und etwas Platz zum Rand lassen. Ein zu kleines Gefäß erzwingt eine hektische Unterbrechung mitten im Ausgießen und erschwert den sicheren Umgang mit der heißen Flüssigkeit.
Ohne Servierkanne den Strahl verteilen
Hast du nur Tassen, schenke kleinere Portionen abwechselnd ein, statt eine Tasse sofort ganz zu füllen. Stelle sie dicht zusammen auf eine feste Fläche und bewege die Kanne ruhig. Das ist eine praktische Annäherung und keine Vorführung mit Höhe oder Tempo. Gieße nicht weit über dem Tisch und greife nicht mit heißem Tee quer über einen Gast hinweg.
Eine andere Möglichkeit ist ein herausnehmbares Sieb, das vor dem Servieren entfernt wird. Wenn das Gefäß es erlaubt, kannst du den fertigen Tee sanft vermischen. Bei einer Kanne mit bloßem Ausgusssieb bleiben die Blätter dagegen innen. Langsames Ausschenken verändert den Aufguss weiter, obwohl keine Blattstücke in die Tassen gelangen.
Angenehme Portionen anbieten
Lass unter dem Rand Platz und überlasse Milch, zusätzliches Wasser oder andere Zutaten den Gästen. Eine Probiertasse muss für einen guten Eindruck nicht voll sein. Bei unterschiedlich großen Tassen bedeutet gleiche Füllhöhe nicht dieselbe Menge; sprich lieber über die gewünschten Portionen. Für gemeinsame Vergleiche sind ähnliche Tassen hilfreich. Alle sollten bei angenehmer Trinktemperatur probieren können. Ein vergleichbarer Servierablauf beseitigt eine Fehlerquelle, ohne vorzuschreiben, dass alle Menschen denselben Geschmack wahrnehmen oder mögen müssen.