Den ersten Probeschluck abkühlen lassen
Der erste Probeschluck muss angenehm trinkbar sein. Eine kleine Portion kühlt ab, ohne dass der ganze Tee weiter auf den Blättern bleibt.

Vor dem Warten den Aufguss beenden
Ist der Tee fertig gezogen, aber noch zu heiß zum Trinken, trenne ihn zuerst von den Blättern. Bleibt das Sieb bis zum Abkühlen drin, verändert sich währenddessen das Rezept. Du beurteilst den Tee dann nach einer viel längeren Kontaktzeit als geplant. Eine kleine Portion in einer geeigneten Tasse kann zum Probieren abkühlen, während der Rest bereits fertig abgeseiht ist.
Verwende eine standfeste Tasse mit etwas Abstand zum Rand und gib ihr Zeit. Einen unangenehm heißen ersten Schluck auszuhalten bringt keinen Vorteil. Solange du nicht bequem trinken kannst, lassen sich Süße, Aroma und Abgang schlecht beurteilen. Halte heißen Tee beim Abkühlen von Kindern fern, besonders wenn kleine grifflose Tassen auf dem Tisch stehen.
Abkühlen und Verdünnen unterscheiden
Zusätzliches Wasser oder Eis senkt die Temperatur, verändert aber auch die Konzentration. Für ein bewusst leichteres Getränk oder Eistee kann das passen. Das ursprüngliche Rezept wird dadurch weniger klar geprüft. Lass für einen normalen Geschmacksvergleich zuerst eine kleine Portion ohne Zusätze abkühlen. Eine breite Probiertasse verliert schneller Wärme als ein tiefer Becher; bei zwei Tees helfen deshalb ähnliche Gefäße.
Über die eigene Tasse zu pusten ist eine vertraute Gewohnheit. Bei gemeinsamen Proben sollte der Umgang dennoch sauber bleiben. Jede Person bekommt eine eigene Tasse und eigenes Zubehör. Nimmst du mit einem Löffel eine Probe, kommt ein bereits benutzter Löffel nicht zurück in die gemeinsame Kanne. Entspanntes Probieren und einfache Hygiene passen gut zusammen.
Später noch einen kleinen Schluck nehmen
Beim Abkühlen kann der Tee andere Seiten zeigen. Ein zuvor im Dampf schwer erkennbarer Duft wird vielleicht klarer, oder ein trockener Abgang tritt stärker hervor. Notiere das schlicht, statt den ersten Eindruck automatisch für falsch zu halten. Vergleiche Rezeptänderungen bei ungefähr gleicher Trinktemperatur. Sonst veränderst du die Blattmenge wegen eines Unterschieds, der hauptsächlich vom heißeren Probeschluck stammt. Etwas Geduld beim Kosten spart unnötige weitere Aufgussversuche.