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Tencha, bevor daraus Matcha wird

Vor dem Matchapulver steht ein leichtes flockiges Blatt namens Tencha. Seine Form zeigt eine andere Verarbeitung als Sencha.

Flache dunkelgrüne Tenchaflocken neben einer getrennten Schale Matchapulver

Die unsichtbare Stufe eines vertrauten Getränks

Matcha kommt meist als Pulver in einer Dose an. Dabei gerät leicht in Vergessenheit, dass vorher ein erkennbares Blatt vorhanden war: Tencha. Die Pflanzen werden vor der Ernte beschattet. Anschließend werden die Blätter gedämpft und ohne das vom Sencha bekannte Rollen zu Nadeln getrocknet. Das Material wirkt dadurch leicht und flockig. Dieser Anblick erklärt die Herstellung anschaulicher als die ungenaue Vorstellung, beliebige grüne Blätter würden einfach zu Pulver verarbeitet.

Vor dem Mahlen wird verfeinert

Das getrocknete Material wird weiter aufbereitet, wobei Stängel, Blattadern und andere unerwünschte Bestandteile entfernt werden. Erst das ausgewählte Blattgewebe wird vermahlen. Hersteller können außerdem verschiedene Partien für einen gewünschten Charakter mischen. Das Pulver in der Dose steht damit für mehrere Entscheidungen und nicht unbedingt für eine einzige Ernte, die direkt in der Mühle landete. Gleichmäßiger Geschmack einer benannten Matchasorte kann Ergebnis sorgfältiger Auswahl sein, statt ein immer identisches Feld zu belegen.

Tencha ist nicht einfach loser Matcha

Einige Hersteller bieten Tencha auch als Blattprodukt an. Das kann interessant sein, doch aufgegossene Flocken und fein verteiltes Pulver ergeben unterschiedliche Getränke. Beim Blattaufguss wird das Material entfernt; beim Matcha bleiben die Teilchen in der Schale. Gleiche Dichte oder dieselbe undurchsichtige grüne Farbe sind deshalb nicht zu erwarten. Gemeinsam sind Ausgangsmaterial und Verarbeitungsgeschichte, nicht eine identische Zubereitung in zwei Verpackungen.

Wer Tencha probieren möchte, sollte die Hinweise für genau dieses Blatt beachten. Eine Anleitung zum Matchaschlagen lässt sich nicht direkt auf eine Kanne voller Flocken übertragen. Auch ein optisch voller Teelöffel kann erheblich weniger wiegen als dieselbe Menge Pulver.

Etiketten werden verständlicher

Der Begriff Tencha hilft beim Vergleich verschiedener Teepulver. Matcha und allgemeines Grünteepulver sind nicht automatisch austauschbare Bezeichnungen. Eine nachvollziehbare Beschreibung des Ausgangsblatts und der vorgesehenen Verwendung ist hilfreicher als allein eine feine Textur oder ein kräftig grünes Foto. Dafür muss niemand zu Hause Tee mahlen. Schon die Kenntnis der Stufe vor dem Pulver macht verständlich, was in der vertrauten Schale steckt und warum nicht jedes grüne Pulver dieselbe Erfahrung bietet.

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